Mit Analyse-Tool und Highlight-Clips für Omi: Diese Trainerin bringt Berlins Football-Kids groß raus

Susanne Laasch hat es mit der Frauenmannschaft der Berlin Kobra Ladies dreimal zur deutschen Meisterin im American Football gebracht. Seit zwei Jahren trainiert sie nun den Nachwuchs beim Bundesligisten Berlin Adler im Flag Football. Schließlich ist die Begeisterung für die aus den USA stammende Ballsportart hierzulande schon längst kein saisonales Super-Bowl-Phänomen mehr. Die Gründung der European Leaugue of Football 2021 unterstreicht Hype und Popularität des körperbetonten Raumspiels, das auch die Jüngsten in ihren Bann zieht. „Die Hauptstadt erlebt zurzeit einen absoluten Run auf American Football Mannschaften. Angebote im Jugend- und Amateurbereich sind besonders gefragt“, so Susanne, Head Coach der sechs- bis zehnjährigen Bambinis. In ihrer Arbeit als Trainerin setzt die 45-Jährige mit Pixellot ein Streaming-Tool ein, das auch Friends & Family ganz nah am Football-Hype teilhaben lässt. Welche Vorteile das KI basierte Kamera-System hat und wie es auch dabei hilft, das Spielgeschehen professionell auszuwerten, erzählt Susanne im Interview.

Wie bist Du zum American Football gekommen?

Susanne: Total zufällig. Ich war schon immer ziemlich sportinteressiert, sodass mich eine Freundin Anfang der 2000er zu einem Probetraining bei den Berlin Kobra Ladies in Wilmersdorf einlud. Die Ladies Mannschaft hatte sich 2004 gerade neu aus den Berlin Adler Girls ausgegründet und schöpfte aus der Neuaufstellung frische Motivation. Dieser Spirit zog mich direkt an und so kam es, dass ich ohne große Wettkampf-Ambitionen schnell zu einem festen Teil der Mannschaft wurde. In der Verteidigung habe ich dann meinen Platz gefunden und fünf Jahre lang einige Profi-Erfolge mit den Mädels feiern dürfen.

Was waren Deine größten Erfolge?

Susanne: Wir konnten drei Mal die deutsche Meisterschaft im Ladies Football holen und einen Vizetitel verbuchen. Auch einige internationale Wettkämpfe waren dabei.

Wie kamst Du zu den Bambinis der Berlin Adler?

Susanne: Auch das war ein Zufall. Nach dem Ende meiner aktiven Karriere und der Geburt meiner Kinder waren wir irgendwann auf der Suche nach einer Sportart für meinen Sohn. Wie es oft doch noch so üblich ist, sind wir erstmal beim Fußball gelandet. Das hat nach einiger Zeit aber nicht mehr gepasst und er ist zum Flag Football bei den Berliner Adler gewechselt.

Was ist Flag Football eigentlich genau?

Susanne: Beim Flag Football handelt es sich um die kontaktlose Spielvariante für Kinder und Jugendliche. Anstatt das Training meines Sohns abzusitzen, begannen meine Frau und ich, parallel in der Senior Mannschaft zu spielen. Irgendwann wurde für die Mannschaft meines Sohnes ein neuer Coach gesucht. Ab dann haben ein anderer Familienvater und ich übernommen.

Beschreibe uns mal Deine Arbeit als Coach.

Susanne: Als Head Coach trainiere ich das Jugend Flag Football Team des Clubs. Bei den Bambinis sind die Jungs und Mädels zwischen sechs und zehn Jahren alt. Außerdem bin ich Head Coach unserer Flag Football Champions-Mannschaft. Hier spielen die Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren.

Wie erlebst Du den Hype um American Football im Nachwuchssport aktuell?

Susanne: Ich sehe, dass das Interesse hier in Berlin immens ist. Die Anmelderaten in unserem Club unterstreichen das. Nach dem letzten Lockdown im Herbst hatten wir einen Zulauf von mehr als 150%. Ähnlich wie bei meinem Sohn auch, ist Fußball nicht mehr der heilige Gral. Wenngleich Football noch nicht in der breiten Masse angekommen ist, so beobachte ich besonders in der Jugendmannschaft eine wachsende Begeisterung. Hier werden lange nicht mehr nur Fußball-Bundesligaspiele gestreamt, sondern man verabredet sich mittlerweile auch zum Football gucken. Der Super Bowl hat da natürlich einen wichtigen Grundstein gelegt, aber mittlerweile bleiben die Leute auch darüber hinaus dran. Mein Wunsch ist aber, den Sport noch attraktiver für Mädchen zu machen. Aktuell liegt ihr Anteil in beiden meiner Mannschaften gerade mal bei 10%. Hier ist noch einiges zu tun.

 Du arbeitest ja mit einem Profi-Kamersystem von Pixellot. Warum?

Susanne: „Auf das Pixellot Kamera-System, das extra für kleine Vereine und Amateursport entwickelt wurde, bin ich durch den Vater eines der Kinder, das ich trainiere, aufmerksam geworden. Ich war sofort begeistert. Wir können mit der Kamera unsere Trainingseinheiten und Spiele aufzeichnen, auswerten und über die Pixellot App live streamen.“

 Hat sich Dein Training seither verändert?

Susanne: „Der Einsatz von Pixellot ermöglicht es mir als Trainerin zum einen, das Spielgeschehen professionell zu analysieren und zum anderen, Familie, Fans und Freunde unserer Mannschaften in Echtzeit am Spielbetrieb teilhaben zu lassen. Die Kombi ist einmalig und ich hätte in meiner aktiven Profizeit von solch einer Installation nur träumen können. Auf der technischen Seite ist die Panoramaübertragung des Spiels einmalig. Anders als Handy- und Amateurkameras, geht die Pixellot Kamera richtig mit und erfasst das komplette Spielfeld. So kann ich mir die Spielszenen im Nachgang noch mal in Ruhe anschauen und Highlights wie einen Touchdown gezielt herausschneiden.  Die schönsten Spielzüge teile ich dann mit den Kids und Eltern in einer gemeinsamen What’s App -Gruppe. Dieser emotionale Faktor, der die Kinder motiviert und ihre Eltern stolz macht, steht beim Einsatz von Pixellot für die Bambinis auch im Vordergrund. Für das Training meiner Teenies wird die Analysefunktion von Pixellot noch relevanter. Hier arbeiten wir die Spieltaktik intensiver auf, werfen einen schärferen Blick darauf, wie Defense und Offense aufgestellt sind.

Ihr streamt die Spiele der Kids auch. Warum?

Susanne: Genau, über die Pixellot App können wir sogar live streamen. Das ist eine tolle Möglichkeit für Oma und Opa bzw. alle Angehörigen und Fans, die das Turnier nicht direkt vor Ort besuchen können, teilzuhaben. Damit wird eine ganz neue Sichtbarkeit und Wertschätzung für den Jugend-, aber auch Frauen- und Nischensport geschaffen. Im Team der Älteren gibt es beispielsweise ein Großelternpaar, das jede Woche die Spiel-Highlights von der Türkei aus verfolgt. Diese Treue und das Interesse an unseren Mannschaftsaktivitäten erfüllen mich mit Stolz und Freude.